Ghana-Landshut-Gahna ● Kwame Abrefa-Busia berichtet über seine Projekte

Seit längerem unterstützt unser Arbeitskreis den Verein „Ghana Community Niederbayern e. V.“, dessen Präsident Kwame Abrefa-Busia bei unserem Treffen im November über seine Projekte in Ghana berichtete. Er kam vor mehr als 40 Jahren als Flüchtling nach Landshut. Auslöser für seine Aktivitäten war der Tod seiner Mutter in einem Krankenhaus wegen schlechter hygienischer Verhältnisse. In Ghana müssen die Familienangehörigen für die Verpflegung der Patienten selbst sorgen. Diese Personen übernachteten oft im Flur des Krankenhauses, weil sie kein Geld für eine Unterkuft hatten. Er gründete einen Verein, mit dem er beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ einen Förderantrag stellte. So entstand ein einfaches Gebäde als Unterkunft für Familienangehörige. Durch sein Engagement erlangte er in Ghana und in Deutschland viel Anerkennung und wurde motiviert, weitere Projekte dort anzustoßen. So entstanden 2017 eine Urologische Station und 2019 ein Physiotherapie-Zentrum in Wenchi, 2024 ein Krankenhaus mit 95 Betten und ein Orthopädisches Zentrum, dass im nächste Jahr fertiggestellt wird, in Koase. Kwame Abrefa-Busia und sein Verein „Ghana Community Niederbayern e. V.“ mussten immer 25% der Kosten selbst aufbringen, um die Förderung für die Projekte durch das BMZ zu erhalten.

Er bedankte sich bei unserem Arbeitskreis und den privaten Spendern für die Unterstützung und die damit verbundene Hilfe für Patient*innen. Besondere Unterstützung erfahren Menschen, die sich eine Behandlung kaum leisten können.