Weltladen Landshut beteiligt sich an bundesweitem Aktionstag.

Jedes Jahr am 2. Samstag im Mai ist Weltladentag. Am entwicklungspolitischen Aktionstag der Weltläden veranstalten wir als Weltladen-Bewegung bundesweit vielzählige Kampagnen-Aktionen, um auf ein gemeinsames Anliegen des Fairen Handels aufmerksam zu machen.

Unser Weltladen informierte grundlegend über die Bedingungen für den fairen Handel. Ausgewählte Produkte konnten von Passanten und Kunden gekostet werden.

Wir scrollen, sie schuften – Was unser Handy wirklich kostet.

Im Rahmen des Geographieunterrichts erhielten die Klassen 7b und 7c die Gelegenheit, einen Expertenvortrag zu bekommen. Andrea Gerung, Leiterin der Eine-Welt-Station Landshut, nahm uns mit auf eine ebenso spannende wie erschütternde Reise rund um das Thema Handy.

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8b der Ursulinenrealschule tanzt sich durch globale Zusammenhänge

Im Rahmen des Geographieunterrichts und anlässlich der internationalen Wochen gegen Rassismus in Landshut setzte sich die Klasse 8b intensiv mit den Themen globale Gerechtigkeit, Rassismus, Identität und Zusammenhalt auseinander – und das auf eine ganz besondere Weise: durch Tanz und Bewegung. Der 90-minütige Workshop wurde von zwei Referentinnen der Organisation „Bildung trifft Entwicklung“ (BtE) geleitet, die den Schülerinnen neue Perspektiven auf gesellschaftliche Themen eröffneten.

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Frage nach der Gerechtigkeit

Landshuter Zeitung 19.02.2026

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Welthandel trifft Ehrenamt

Landshuter Zeitung 30.12.2025

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Global vernetzt

Landshuter Zeitung 19.2.2026

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Ghana-Landshut-Gahna ● Kwame Abrefa-Busia berichtet über seine Projekte

Seit längerem unterstützt unser Arbeitskreis den Verein „Ghana Community Niederbayern e. V.“, dessen Präsident Kwame Abrefa-Busia bei unserem Treffen im November über seine Projekte in Ghana berichtete. Er kam vor mehr als 40 Jahren als Flüchtling nach Landshut. Auslöser für seine Aktivitäten war der Tod seiner Mutter in einem Krankenhaus wegen schlechter hygienischer Verhältnisse. In Ghana müssen die Familienangehörigen für die Verpflegung der Patienten selbst sorgen. Diese Personen übernachteten oft im Flur des Krankenhauses, weil sie kein Geld für eine Unterkuft hatten. Er gründete einen Verein, mit dem er beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ einen Förderantrag stellte. So entstand ein einfaches Gebäde als Unterkunft für Familienangehörige. Durch sein Engagement erlangte er in Ghana und in Deutschland viel Anerkennung und wurde motiviert, weitere Projekte dort anzustoßen. So entstanden 2017 eine Urologische Station und 2019 ein Physiotherapie-Zentrum in Wenchi, 2024 ein Krankenhaus mit 95 Betten und ein Orthopädisches Zentrum, dass im nächste Jahr fertiggestellt wird, in Koase. Kwame Abrefa-Busia und sein Verein „Ghana Community Niederbayern e. V.“ mussten immer 25% der Kosten selbst aufbringen, um die Förderung für die Projekte durch das BMZ zu erhalten.

Er bedankte sich bei unserem Arbeitskreis und den privaten Spendern für die Unterstützung und die damit verbundene Hilfe für Patient*innen. Besondere Unterstützung erfahren Menschen, die sich eine Behandlung kaum leisten können.

Faire Biketour von Sylt nach Salzburg: Boxenstopp in Landshut

Der Reiseexperte, Sachbuchautor und begeisterte Radfahrer Frank Herrmann nimmt uns mit auf seine 11. Faire Biketour, die ihn dieses Jahr von Sylt nach Salzburg führt.

In Landshut hat er bei seinem Vortrag „FAIRreisen“ über Probleme des Massentourismus gesprochen, unterschiedliche Verkehrsmittel verglichen und Möglichkeiten eines fairen Reisens dargestellt. Ausführlich beleuchtete er Umweltschäden und soziale Ungleichheiten bei Reisen. Overtourism, CO2-Ausstoß, Müllmassen in Naturparadiesen – dies sind nur einige Probleme des Massentourismus. Nicht nur in Spanien gibt es Proteste gegen den Massentourismus: Die Bewohner touristisch interessanter Orte wollen nicht mehr länger hinnehmen, dass ihre Umwelt verschmutzt und ausgebeutet wird und sie mit den Problemen wie Wassermangel durch den Tourismus allein gelassen werden. Besonders Städte und Orte, die medienwirksam gepostet werden, sind restlos überfüllt. Zwei Stunden anstehen für ein Foto gehört inzwischen zur Normalität. Zudem nehmen die klimaschädlichsten Formen des Reisens, Flüge und Kreuzfahrten extrem zu.

Herrmann betonte, dass ein ökologisches, umweltverträgliches und rücksichtsvolles Reisen keine Einschränkung bedeutet, sondern eine Chance für mehr Authentizität und bewusstes Erleben bietet. Geld für Kompensation sei auch nicht die Lösung. Oft landen diese Gelder in zweifelhaften Projekten. Besonders hilfreich für die Speicherung des entstandenen CO2 ist die Förderung der Wiedervernässung von Mooren. Doch auch dann hat schon die Verschmutzung der Umwelt stattgefunden! So sollten wir alle bei der Planung einer Reise auf emissionsarmes Reisen und einen fairen Umgang miteinander setzen. Dazu gibt es schon viele hilfreiche Informationen. Frank Hermann betonte zum Abschluss, dass Reisen für die Persönlichkeit der Menschen ein wichtiger Faktor ist, um andere Kulturen kennenzulernen und sein eigenes Leben zu reflektieren.

Der Arbeitskreis solidarische Welt Landshut e.V. hat es in Kooperation mit dem Christlichem Bildungswerk (CBW), der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB), UNICEF, Weltacker, Regionalkollektiv eG, Gemeinwohlökonomie, ADFC und VCD, finanziert durch die Stadt Landshut, ermöglicht, dass die Faire Biketour auch in Landshut Station macht.

„Fair unterwegs – Wie wir in Landshut die Welt ein Stück gerechter sahen!“

An diesem besonderen Vormittag wurde die Altstadt von Landshut zum Klassenzimmer – und die globale Gerechtigkeit zum Unterrichtsthema. Das Fairtrade-Wahlfach des Gymnasiums Seligenthal begab sich mit Frau Andrea Gerung von der Eine Welt-Station auf eine Stadtführung der anderen Art: informativ, nachdenklich und voller Aha-Momente.

Perspektivenwechsel an der Martinskirche

Gleich zu Beginn, neben der imposanten Martinskirche, wurde klar: Diese Führung wird mehr als nur ein Spaziergang. Mit einer Weltkarte in der Hand erklärte Frau Gerung die ungleichen Beziehungen zwischen dem globalen Norden und Süden. Wer produziert eigentlich unsere Alltagsprodukte – und unter welchen Bedingungen? Ein Perspektivenwechsel war gefragt – und genau das ist der erste Schritt zu mehr Fairness.

Kleidung mit Geschichte

Im Secondhand-Laden wurde die „Reise einer Jeans“ zur spannenden Weltreise – leider mit vielen Schattenseiten: Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Wegwerfmentalität. Doch es ging nicht nur um Kritik, sondern auch um Alternativen: Secondhand kaufen, bewusster konsumieren, Verantwortung übernehmen. Denn faire Mode beginnt mit der Entscheidung, nicht alles neu zu brauchen.

Smartphones – smarter nutzen

Im Handyreparaturladen wurde es technisch – und politisch. Die Herstellung von Smartphones ist ein Paradebeispiel für globale Ungerechtigkeit: seltene Rohstoffe aus Krisenregionen, schlechte Arbeitsbedingungen, riesige Müllberge. Die Botschaft: Reparieren statt wegwerfen! Denn auch Technik kann fair(er) gedacht werden.

Fairer Handel – mehr als nur ein Siegel

Der letzte Stopp im Eine-Welt-Laden in der Grasgasse war ein echtes Highlight. Zwischen Kaffee, Schokolade und kunsthandwerklichen Produkten wurde deutlich, was Fairer Handel wirklich bedeutet: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, faire Löhne, keine Kinderarbeit, Umweltschutz und langfristige Partnerschaften. Es geht nicht um Almosen, sondern um Gerechtigkeit auf Augenhöhe.

Fazit: Fairness beginnt bei uns

Diese Stadtführung hat uns gezeigt: Fairer Handel ist kein Nischenthema, sondern eine Haltung. Eine Haltung, die wir im Alltag leben können – beim Einkaufen, beim Konsumieren, beim Nachdenken. Und genau das haben wir heute gelernt: Wer die Welt verändern will, muss nicht weit reisen. Manchmal reicht ein bewusster Blick auf das, was direkt vor uns liegt.

50. Mitgliedschaft in einem gemeinnützigen Verein – 40 Jahre AK solidarische Welt Landshut

Herzlich willkommen Frau König! Seit vielen Jahren setzen sich Anja König und der Arbeitskreis solidarische Welt Landshut e.V. für den Fairen Handel und die Achtung der Menschenrechte gemeinsam ein. Die Arbeit für die Fairtrade-Stadt Landshut verbanden sie und den Verein nachhaltig. Als 50. Verein, in dem sie sich als aktives Mitglied einsetzt, wählte sie den Trägerverein des Weltladens. So können auch ohne die Auszeichnung „Fairtrade-Stadt“ gemeinsame Ziele weiterhin verfolgt werden. Wir begrüßen unser neues Mitglied und freuen uns auf die Zusammenarbeit.